Musiktherapie als Lebenshilfe im Alter
Psychogeriatrische Begleitung

  • Lebensqualität erhalten
  • Begleitung in schwierigen Lebenssituationen
  • Unterstützung bei der Bewältigung von Veränderungen, Verlusterlebnissen und damit verbundener Verunsicherung
  • Hilfe, Vergangenes zu bewältigen und schwierige Emotionen ausdrücken zu können
  • Entlasten von Ängsten und Schuldgefühlen
  • Würdigen der Lebensgeschichte
  • Aktivierung und Stärkung eigener Ressourcen
  • Trösten und Ermutigen
  • Spirtuelle Dimensionen erfahren und vertiefen
 Zur Ruhe kommen

Musik hat vielseitige Wirkung

Die Wirkung von Musik ist vielseitig. Sie kann beruhigen, aufmuntern, erfreuen, Erinnerungen aufleben lassen und Assoziationen wecken. Sie kann Schmerzen lindern, Ängste und Spannungen abbauen, Geborgenheit vermitteln. Sie kann auch präventiv wirken, z.B. gegen Depression und inneren Rückzug.

Musiktherapie hilft Lebensqualität zu erhalten

Eine besondere Chance der Musiktherapie liegt darin, die hilfreiche Wirkungsweise von Musik, von Klängen und Rhythmen, zu nutzen, ohne selber ein Instrument spielen zu können oder selber besonders musikalisch sein zu müssen. Musiktherapie fordert und fördert die Ressourcen, stärkt die Lebenskräfte.

Präsenz- und Reminiszenztherapie auf der Grundlage der Musiktherapie

Ab einem gewissen Alter müssen wir zusätzliche Schwierigkeiten meistern, neue, ungewohnte Situationen bewältigen, mit unseren Energien haushälterisch umgehen lernen. Es gilt, Lebenserfahrungen zu sortieren, positive zu aktualisieren und schwierige loszulassen. Darauf ist die Präsenz- und Reminiszenztherapie ausgerichtet.
Musiktherapie »passiv« und aktiv

In meiner Arbeit verwende ich häufig die sogenannte rezeptive Musiktherapie, das heisst, ich spiele und die Klientin, der Klient hört zu. Dazu muss ich herausfinden, was der jeweiligen Persönlichkeit, ihrer momentanen Verfassung, ihrer Stimmung und Befindlichkeit entspricht.
Bei der aktiven Form animiere ich zum selber spielen, oft spiele ich mit. Beim Spielen können auch manuelle Fertigkeiten bewahrt oder erprobt werden.
Nonverbale Kommunikation

In beiden Formen der Musik-Anwendung werden nebst »normalen« Gesprächen auch nonverbale Gespräche geführt. In der Kombination von nonverbaler und verbaler Kommunikation kann ich zum Beispiel unklare Gefühle von Verspannung oder Unruhe stellvertretend mit klanglichen Mitteln ausdrücken. Das führt oft rasch zu einer Entspannung und Beruhigung.
Begleiten und stärken

Musiktherapie, wie ich sie verstehe, hat viel gemeinsam mit Seelsorge. Dazu gehören: das Teilen von Freud und Leid, Begleiten in schwierigen Lebenssituationen, Entlastung von Ängsten und Schuldgefühlen, Würdigen der Lebensgeschichte, Aktivieren und Stärken der eigenen Ressourcen, Trösten und Ermutigen.


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